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Geschichte der Tischtennisabteilung

Seine Anfänge nahm das Tischtennis in Bergen am 15. Juli 1948. Eine Gruppe junger, tischtennisbegeisterter Leute hatte sich zusammengefunden. Sie gründeten den 1. TTC Bergen, der nach der Genehmigung durch den Ausschuß für Sport und Kultur des Landkreises Hanau mit Datum vom 01.09.1948 zu den ersten 100 Vereinen gehörte, die dem Hessischen Tischtennisverband seit dessen Gründung am 01. April 1946 beitraten.

 

Infolge finanzieller Probleme geriet der junge Club jedoch bald in Schwierigkeiten. Der 1. TTC Bergen trat deshalb an den Vorstand des Turnvereins 1874 Bergen e.V. mit dem Ziel heran, den Tischtennissport als Abteilung des Turnvereins fortzuführen. Nach langen Verhandlungen einigte man sich. Der 1. TTC Bergen wurde am 01.05.1950 als Tischtennisabteilung in den Turnverein 1874 Bergen e.V. eingegliedert.


Durch die verbesserten Trainingsmöglichkeiten in der alten TV-Turnhalle und einige Neuzugänge setzte bald ein sportlicher Aufschwung ein, so daß die Herrenmannschaft in die A-Klasse (heute Kreisliga) aufstieg sowie weitere Mannschaften, auch im Damen und Jugendbereich, gemeldet werden konnten.

 

Große sportliche Erfolge:
Ein Meilenstein für die sportliche Entwicklung war 1974 der Umzug von der alten TV-Turnhalle in das "Sportzentrum Landgraben". Durch die erhebliche Erweiterung der Trainingskapazitäten konnten in Verbindung mit der sprunghaft steigenden Mitgliederzahl immer mehr Mannschaften zur Teilnahme an der Verbandsrunde gemeldet werden (z.B. 24 bzw. 25 Teams von 1979 bis 1983). Durch die seitdem gegebenen Möglichkeiten zur intensiveren Trainingsarbeit ist es in den 70er und 80er Jahren einigen Spielerinnen und Spielern dann auch gelungen, bei Ranglisten und Meisterschaften Siege oder Spitzenplätze auf regionaler und sogar Bundesebene zu erreichen.

 

Glanzpunkte waren 1980 der Gewinn der Deutschen Einzelmeisterschaft bei den Schülern durch Torsten Kirchherr und 1983 der Titel der Deutschen Schülermeisterin im Doppel von Cornelia Reckziegel. Beide wurden aufgrund diese Erfolge in die Nationalmannschaft (C-Kader) des Deutschen Tischtennisbundes berufen und nahmen an internationalen Vergleichskämpfen teil. In den Jahren 1976 bis 1982 wurde die Abteilung folgerichtig insgesamt viermal für die erfolgreichste Jugendarbeit in Hessen mit dem "Ernst-Karl-Pokal" ausgezeichnet.


Im Mannschaftsspielbetrieb war der Höhepunkt der kontinuierlichen Aufbauarbeit die fünfjährige Zugehörigkeit der 1. Damenmannschaft zur 2. Bundesliga. Den Weg in diese Spielklasse schaffte der Turnverein vor allem auch mit den "Eigengewächsen", auch wenn in den letzten Jahren der Zweitligazugehörigkeit mehr und mehr auf nicht aus dem eigenen Nachwuchs stammende Spielerinnen zurückgegriffen werden mußte. Zuletzt stand mit Tanja Hofmann sogar ein Mitglied der Schülerinnen-Nationalmannschaft des Deutschen Tischtennisbundes, die Europameister wurde, in den Reihen des Turnvereins. Der 1. Herrenmannschaft gelang 1981 der Aufstieg in die Hessenliga; derzeit gehört die Mannschaft der Bezirksoberliga Süd an.


Die dargestellte, positive Entwicklung des Tischtennissportes in Bergen-Enkheim ist seit dem Jahre 1957 untrennbar und insbesondere mit einem Namen verbunden: Käthi Schneider! Sie fand im Jahre 1952 zum Tischtennis und übernahm fünf Jahre später die Leitung der Abteilung, die sie bis 1994 ununterbrochen inne hatte. Mit außergewöhnlichem Engagement, verbunden mit positiver Austrahlung und einer besonderen Gabe für die Jugendarbeit war sie Garant für den stetigen Aufstieg. Sie ist noch immer nicht wegzudenken und kaum jemand dürfte die im Januar 1997 ausgesprochene Ehrung der Stadt Frankfurt mehr verdient haben, als Käthi Schneider.

 

Die Tischtennisabteilung heute:
Insgesamt nehmen beim TVBE aktuell rund 60 Erwachsene und 15 Nachwuchsspieler aktiv am Spielbetrieb teil. Der jüngste Spieler ist aktuell 10 Jahre alt, der älteste zählt bereits 77 Jahre und ist immer noch jede Woche im Training und bei Mannschaftsspielen anzutreffen. Nachdem 1998 die TT-Abteilungen der SG Enkheim und des Turnvereins den Spielbetrieb unter dem Namen des TV 1874 Bergen-Enkheim e.V. zusammengeführt haben, kam es zu einer sportlichen Stärkung (zwei zusätzliche Herrenteams). Dem wohl auch vom Zeitgeist abhängigen Rückgang an aktiven Spielerinnen und Spielern, vor allem im Nachwuchsbereich, steuert die Abteilung entgegen, indem sie die Nachwuchsarbeit intensiviert.

 

Als gut organisierter Gastgeber hat sich die Tischtennisabteilung ebenfalls etabliert. Wiederholt hat sie größere Einzel- und Mannschaftsturniere mit Erfolg ausgerichtet, darunter regelmäßig Ranglistenturniere im Nachwuchsbereich. Den bisherigen Höhepunkt bildete die Übernahme der Ausrichtung des Jugendländerpokales, einer Veranstaltung des Deutschen Tischtennisbundes, vom 29.04. bis 01.05.1983 in der Riedsporthalle in Enkheim.

 

Spaß und Geselligkeit gehört dazu:
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, daß der Tischtennissport bei TV Bergen-Enkheim natürlich nicht nur auf die rein sportliche Komponente beschränkt bleibt. Schon von Beginn an gehören gesellschaftliche Aktivitäten, verbunden mit Geselligkeit und guter Laune, einfach mit dazu. So wird z.B. seit einigen Jahren zum Jahresabschluß das beliebte Brettchen-Turnier durchgeführt.

 

Erlaubt sind dabei alle Schlaggeräte, die irgendwie nach einem Frühstücks- oder Käsebrett, einem Untersetzer und ähnlichem aussehen. Eine Weihnachtsfeier gehört ebenso zum festen Jahresprogramm, wie ein Grillfest zum Saisonabschluß im Sommer mit Ehrung der erfolgreichen Mannschaften und verdienter Abteilungsmitglieder. Auch beim Berger Altstadtfest war die Tischtennisabteilung, letztmals im vergangen Jubiläumsjahr, vertreten. Eine besondere und erfolgreiche Veranstaltung war das Saisonabschluß- und Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen, dass unter Anwesenheit zahlreicher Politiker, der örtlichen Prominenz sowie ehemaligen Aktiven und TV-lern, gefeiert werden konnte.